Raumnot am Lessing-Gymnasium beheben
Szenenapplaus ist im Theater selten, in kommunalen Ausschüssen eigentlich verboten; FDP-Vertreter Tobias Claßen erhielt ihn im Ausschuss für junge Menschen trotzdem, als er sich für eine kurzfristige Lösung der Raumnot am Lessing-Gymnasium (Schulzentrum Nord) einsetzte.
Durch die Einführung der Profiloberstufe und die weiterhin hohen Anmeldezahlen fehlen der Schule trotz des zur Zeit laufenden Anbaus von 4 Klassenräumen zum Beginn des Schuljahres 2008/2009 insgesamt 5 Klassenräume. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Schulleiterin, Frau Leopold, die Fraktionen der Stadtvertretung auf dieses Problem hingewiesen. Vertreter der FDP-Fraktion hatten sich im Januar von dieser Situation vor Ort überzeugt.
Als in der Sitzung des Ausschusses im Februar das Raumproblem erörtert wurde, erhielt Claßens Stellvertreter, Klaus-Peter Schroeder, die Zusage der Schule, dass auch eine Containerlösung akzeptiert werden würde und erreichte, dass die Verwaltung schnellstmöglich entsprechende Kosten und Umsetzungsmöglichkeiten ermitteln wollte.
Die Verwaltung stellte in der Ausschusssitzung am Mittwoch ihr Konzept im Rahmen einer Mitteilungsvorlage vor; rund 400.000 € kosten der Ankauf entsprechender Container. Protest der Lehrer, Eltern und der FDP rief aber der Realisierungszeitraum hervor; nach einer Beschlussfassung in der Stadtvertretung würde die Aufstellung der Container frühestens zum Jahresende erfolgen können, so der zuständige Sachbearbeiter der Bauverwaltung.
FDP-Sprecher Claßen drängte zur Eile, da die Container zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 gebraucht werden. Nach anfänglicher Irritation der anderen Fraktionen setzte der Liberale unter dem Beifall der Betroffenen durch, dass der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung die Lösung des Raumproblemes beschließen wird.

