Bürgerentscheid zur Schulentwicklungsplanung?!
Geht es nach der Norderstedter FDP, haben die Bürger das letzte Wort zur Schulentwicklungs- planung. Der liberale Fraktionschef, Klaus-Peter Schroeder, hat den Antrag seiner Fraktion für einen Bürgerentscheid zur Schulentwicklungs- planung auf die Tagesordnung der Stadtvertretung setzen lassen.
In der Februarsitzung der Stadtvertretung hatte die Links-Koalition ihre Schulentwicklungsvorstellungen gegen die eindeutigen Beschlüsse von Schülern, Eltern und Lehrern an den betroffenen Schulen und gegen die Vorstellungen des Jugendbeirates durchgesetzt. Zu kontroversen Auffassungen kam es auch bei der Frage, welche Meinung die Eltern vertreten und welche Eltern gefragt werden müssten. „ Wir möchten in dieser wichtigen Frage der Selbstverwaltung Klarheit- und das ist das Votum der Bürger“, erklärt Schroeder den FDP-Antrag.
Die Klarheit soll mit der Fragestellung erreicht werden, ob im Rahmen der Neustrukturierung der Schullandschaft in Norderstedt 4 Gemeinschaftsschulen ( IGS Lütjenmoor, Fusion aus Real- und Hauptschule am Schulzentrum Süd, Realschule Harksheide und Realschule Friedrichsgabe) und eine Regionalschule ( Fusion Realschule Garstedt und Hauptschule Falkenberg ) eingerichtet werden sollen.
„Wir haben die Fragestellung bewusst so gewählt, dass die Befürworter der linken Schulpolitik mit ja stimmen können“, erklärt der schulpolitische Sprecher der FDP Tobias Claßen, „ denn wir möchten niemanden einen Vorwand bieten, unser Anliegen wegen der Fragestellung abzulehnen, und sind auch für Änderungsvorschläge anderer Fraktionen offen!“
Als Tag des Bürgerentscheides schlagen die Liberalen den 7. Juni, den Tag der Wahl des Europaparlamentes, vor. Gespannt wartet die FDP , ob sich die anderen Fraktionen trauen, dem Bürger die Entscheidung zuzutrauen, denn der FDP-Antrag braucht eine Zweidrittelmehrheit in der Stadtvertretung.

