Bewerbungsrede für die Bundestagsdirektkandidatur
Sehr verehrte Damen und sehr geehrte Herren,
als Student der Politikwissenschaft müsste es eigentlich jedem klar sein, was ich in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch getan habe. Wie viele andere verfolgte ich einen doch spannender als erwarteten aber vom Ergebnis her umso eindeutigeren US-Wahlabend. Vor allem hat die Planung, Organisation und Durchführung dieses Wahlkampfes, der Millionen Menschen motiviert und mobilisiert hat, mein Interesse auf sich gezogen. Am nächsten morgen wünschte ich mir aber die politische Routiniertheit unseres damaligen FDP Außenministers Hans-Dietrich Genscher. Auf die Frage ob er die ganze Wahlnacht vorm Fernseher verbrachte, antwortete er gelassen rechtzeitig um 5 Uhr zur endgültigen Wahlentscheidung aufgestanden zu sein. Und so frisch sah er auch im Fernsehen aus.
Vor, zu und nach Wahlkämpfen stellt man sich häufiger die Frage: Was erwarten die Wähler heutzutage von einem Kandidaten? Sie möchten mit ihren Ängsten, Fragen und Problemen ernst genommen werden und erwarten eine einfache verständliche, am Besten noch bildhafte Erklärung und sind das negativ campaining leid. Sie wünschen sich in Zeiten immer größer werdender Politik- und Politikerverdrossenheit neben der Sachkenntnis Kandidaten mit mehr Menschlichkeit, mehr Persönlichkeit und vor allem mehr Ehrlichkeit. All dies haben mir viele Bürger auf der Straße attestiert und durch ihre Stimmabgabe für die FDP auch untermauert. In einem stark von sozialem Wohnungsbau geprägten Wahlkreis konnte ich das Ergebnis von 5,6 auf 12,1 % mehr als verdoppeln.
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